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Unsere Forderungen an Politik und Gesellschaft

Bildung stellt den ganzen Menschen in den Mittelpunkt und berücksichtigt gleichzeitig den gesellschaftlichen Kontext.

Wir fordern eine ganzheitliche Sicht der Bildung!

Die Aspekte von Entwicklung, Lernen und Erziehung bilden die Basis. Persönlichkeits-entwicklung ist dabei ebenso von Bedeutung wie „Lernen lernen“, Soziales Lernen und die Förderung der Bereitschaft zu lebenslangem Lernen.
Eine gute Beziehung und ein respektvoller Umgang miteinander sind die Grundlagen für ein erfolgreiches Begleiten.

Wir fordern einen unentgeltlichen Zugang zur Bildung!

Basierend auf dem Recht auf Bildung darf der Zugang zur Bildung nicht von der finanziellen Situation und der sozialen Herkunft des/der Einzelnen abhängig sein. Im Sinne der Chancen-gleichheit muss der Zugang zum Bildungssystem für alle offen und somit unentgeltlich sein. Die für die Bildung notwendigen Mittel müssen von der öffentlichen Hand bereitgestellt werden.

Wir fordern Schule als Lern- und Lebensraum!

In der Schule geht es nicht nur um Aneignung von Sachwissen, sondern auch um die Persönlich-keitsentwicklung und um das Sammeln von Erfahrungen in Bezug auf das Leben in einer Gemeinschaft und im weiteren Sinn in der Gesellschaft.
Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft, mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund
und individuellen Fähigkeiten sollen miteinander und voneinander lernen können.

Wir fordern eine universitäre Ausbildung für alle im Bildungsbereich Tätigen!

Die in der Bildungsarbeit tätigen Personen sind maßgeblich am Gelingen von Bildung beteiligt. Sie müssen im Rahmen der Ausbildung nicht nur Fachwissen, sondern auch umfassende methodisch- didaktische Kompetenzen sowie pädagogische und psychologische Grundlagen erwerben. Im Rahmen der Ausbildung soll auch eine erhöhte Zahl von Praxisstunden verpflichtend sein.
Um den Anforderungen einer multikulturellen Gesellschaft begegnen zu können, gewinnt das Erlernen von Fremdsprachen zunehmend an Bedeutung. Wesentlich ist auch die Arbeit an der eigenen Persönlichkeitsentwicklung ebenso wie eine ständige Weiterbildung, denn die Bereit-schaft zu lebenslangem Lernen soll nicht nur bei anderen geweckt und gefördert, sondern auch selbst vorgelebt werden.


Wir fordern Rahmenbedingungen, die den Anforderungen eines modernen Bildungssystems entsprechen!

Zu den Rahmenbedingungen gehören einerseits die Gestaltung und Ausstattung der Schulräume und des gesamten Schulbereichs. Diese müssen so erfolgen, dass Schule zum Lern- und Lebens-raum werden kann. Ebenso wichtig sind anderer-seits die personellen Rahmenbedingungen. Um die SchülerInnen entsprechend fördern und fordern zu können, werden zusätzliche LehrerInnen benötigt. Eine sofortige Senkung der KlassenschülerInnenhöchstzahlen, die entsprechende Angleichung der Teilungsziffern und Werteinheiten sind vorrangig zu behandeln.
In Bezug auf optimale Rahmenbedingungen für ganztägige Schulformen (gemeinsame Schule der 5 – 16-Jährigen) sollen zunehmend Freizeit-pädagogInnen eingesetzt werden. Außerdem ist eine verstärkte Zusammenarbeit mit BeratungslehrerInnen, PsychologInnen und SchulärztInnen anzustreben.
Die für verbesserte Rahmenbedingungen notwendigen Mittel dürfen nicht von Sponsoren abhängig sein, sondern müssen von der öffentlichen Hand bereitgestellt werden.

Wir fordern eine gemeinsame Schule der 5 – 16-Jährigen!

Eine gemeinsame Schule der 5 – 16-Jährigen soll Chancengleichheit für alle und gleichzeitig optimale Förderung für jede/n Einzelne/n gewährleisten. In einer Vorstufe für alle soll den Kindern ein sanfter Übergang vom Leben in der Familie und den bisherigen Erfahrungen im Kindergarten hin zum Leben und Lernen in der Schule ermöglicht und gleichzeitig eine gemeinsame Ausgangsbasis geschaffen werden.
Das österreichische Schulsystem selektiert bereits sehr früh die SchülerInnen. Dadurch entsteht eine Ungleichheit bei den Bildungschancen. Nur die gemeinsame Schule der 5 – 16-Jährigen gewährleistet eine optimale Grundlage für Bildung und Chancengleichheit für alle.


Wir fordern eine aktiv von allen Seiten gelebte und anerkannte Schulpartnerschaft!

Die Kommunikation zwischen Eltern und LehrerInnen muss effektiver gestaltet werden. Auch die SchülerInnen müssen entsprechend einbezogen werden. Damit Schulpartnerschaft gelingen kann, müssen alle Beteiligten in gleicher Weise anerkannt werden. Dies bezieht sich auch auf die Zusammenarbeit mit den für die Bildungsarbeit zuständigen Behörden.
Eine funktionierende Schulpartnerschaft soll für die jungen Menschen gleichzeitig auch als Modell demokratischen Handelns erlebt werden können.




Wir fordern Kontinuität in allen Belangen der Bildung und somit Unabhängigkeit von parteipolitischer Einflussnahme!

Der Bereich der Bildung muss unabhängig von Parteiideologien sein. Es ist ein auf längere Sicht angelegtes umfassendes Bildungskonzept notwendig, das nicht von einer jeweiligen Regierung abhängig sein darf. Ebenso müssen die für Bildung erforderlichen Mittel unabhängig von jeweiligen Regierungen zur Verfügung gestellt werden.

Wir fordern, dass die Gesellschaft und somit jede/r Einzelne Verantwortung für die Bildung übernimmt!

Bildung kann nicht losgelöst von der Gesellschaft betrachtet werden, in der sie erfolgt. Es ist Aufgabe der Politik und der Gesellschaft insgesamt, für Rahmenbedingungen zu sorgen, in denen Chancengleichheit besteht und die Werte von Verständigung, Frieden, Toleranz und Gleichberechtigung (siehe UN-Konvention) verwirklicht werden. Bildung ermöglicht die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und fördert die Kritikfähigkeit, die Mündigkeit und die Unabhängigkeit des/r Einzelnen. Auf diese Weise schafft Bildung eine Grundlage für die Demokratisierung der Gesellschaft.

Wir fordern Evaluierung als wichtiges Instrument der Bildungsarbeit!

Evaluierung stellt ein wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung der Bildungsarbeit und des Bildungssystems dar. Damit diese auf eine wissenschaftliche Basis gestellt wird, ist die Einbeziehung von unabhängigen ExpertInnen notwendig. Für die Evaluierung müssen entsprechende Kriterien und Methoden ausgearbeitet werden, die der ganzheitlichen Sicht von Bildung entsprechen. Eine Zusammenarbeit mit der Universität und der Hochschule sollte erfolgen, um auf der Grundlage der Evaluierung auch Verbesserungen für das gesamte Bildungssystem zu erreichen.